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Achtung Zeckenalarm !

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Achtung Zeckenalarm !
Auch diesen Sommer gilt die besondere Aufmerksamkeit des Bundesamtes für Gesundheit den Zecken und deren Auswirkungen. Die beinahe schweizweite Verbreitung des kleinen Vampirs kann grossen Schaden verursachen und verdient es, mit Vorsicht behandelt zu werden. Vom Selbstschutz durch Vorsorgeimpfung, angepasste Kleidung während Wanderungen und dem Aufenthalt im Freien, bis zur fachgerechten Entfernung des Parasiten können einige von uns zusammengetragenen Tipps und Ratschläge nützlich sein.
Doch zuerst: Mit wem haben wir es zu tun?
Die Zecke ist ein Milbentier der als Parasit eingestuft ist. Sie ernährt sich ausschliesslich vom Blut anderer Lebewesen. Ihre Opfer sind hauptsächlich Säugetiere wie Fledermäuse, Igel, kleine Nager, Haustiere und nebenbei auch Menschen. Sie leben vorwiegend im Wald, Wiesen oder Gärten. Überall dort, wo es hohes Gras oder Gebüsch gibt. Dabei sind die Blutsauger selten höher als 1,5 Meter über dem Boden anzutreffen.
Weltweit gibt es ca. 850 Zeckenarten. In Europa ist es die Schildzeckenart Ixodes ricinus – deutsch auch gemeiner Holzbock genannt –, die hauptsächlich Krankheiten auf den Menschen überträgt.

Bis zum 200-fachen ihres Körpergewichtes kann die Zecke in sich aufnehmen.

Von der Zecke zum Menschen übertragene Krankheiten
Die von Zecken übertragenen Krankheiten können schwerwiegende Folgen haben. Die beiden häufigst vertretenen Krankheiten können sich gefährlich auswirken. Dazu gehört die "Frühsommer-Meningoenzephalitis" (FSME) für die ein vorbeugender Impfstoff vorhanden ist und die "Borreliose" für die es derzeit noch keinen Impfstoff gibt, aber während des Verlaufs mit Antibiotika behandelt werden kann. 

Warum ist das so?
Weil die Zecke durch das Saugen von Blut Krankheitserreger übertragen kann. Sie gehören zur Klasse der Spinnentiere, genauer gesagt zur Ordnung der Milben. Die Zugehörigkeit zur Klasse der Spinnentiere erkennt man an den acht Beinen der erwachsenen Milbe.

Zecken benötigen jedoch viel mehr Blut als andere Parasiten. Im Extremfall sind sie gezwungen, bis zu 15 Tage auf einem Wirt zu bleiben, um genügend Blut zu trinken.

Aus diesem Grund ist es für die Zecke sehr wichtig, dass der Wirt den Parasiten nicht bemerkt und dass sie eine möglichst feste Verankerung auf der Haut findet, um Kratzen oder Reiben zu überleben.

Um dies zu erreichen, haben Zecken eine besondere Strategie entwickelt: Sie besitzen ein Mundstück, das "Rostrum", das mit gebogenen Haken ausgestattet ist, um sich in der Epidermis des Opfers zu verankern. Außerdem sondert die Zecke während des Blutsaugens eine klebrige, betäubende Substanz ab, die für eine feste Verankerung sorgt.        

Zeckenangriff aus der Höhe. Ein Mythos?
Die weit verbreitete Annahme, dass Zecken sich von Bäumen fallen lassen und ihre Beute anvisieren, ist absolut falsch.
Erstens sind sie nicht in der Lage zu klettern und zweitens sind sie auch nicht in der Lage, ihr Opfer aus großer Entfernung zu erkennen.

Zecken mögen es warm und feucht. Aus diesem Grund sind sie erst ab einer Temperatur von ca. 10° Celsius wirklich aktiv.

Die aktive Zeckensaison dauert von März bis Oktober, manchmal sogar bis November.

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