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Lüge und Kind

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Lüge und Kind

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Warum lügt mein Kind und was kann ich dagegen tun?

Wenn Ihr Kind etwa 5 Jahre alt ist, versteht es, was der Unterschied zwischen einer Wahrheit und einer Lüge ist, also dass es ganz bewusst die Unwahrheit sagen kann. Wenn Sie diese Tipps beherzigen, können Sie Ihr Kind dennoch zu Ehrlichkeit erziehen.

  1. Seien Sie ein Vorbild: Kinder lernen durch Nachahmung. Wenn Sie also selbst ein gutes Vorbild in Sachen Ehrlichkeit sind, hat Ihr Kind es deutlich leichter. Es wächst schließlich in einer ehrlichen Atmosphäre auf. Sollten Sie doch einmal eine Notlüge anwenden, erklären Sie Ihrem Kind, dass Sie die Gefühle Ihres Gegenübers berücksichtigen wollten.
  2. Werden Sie nicht selbst zum Lügner: Belügen Sie Ihr Kind nicht absichtlich. Wenn Sie etwas nicht beantworten möchten, erklären Sie es Ihrem Kind. Wenn Sie etwas Schmerzliches nicht sagen möchten, sagen Sie es Ihrem Kind. Es wird lernen, dass so ein Verhalten Vertrauen schafft. 
  3. Verdeutlichen Sie Konsequenzen: Erklären Sie Ihrem Kind, warum es wichtig ist, die Wahrheit zu sagen und wie es sich auswirkt, wenn jemand immer wieder Lügen auftischt. Schließlich möchte es ja selbst auch nicht belogen werden. Niemand mag Menschen, die immer nur die Unwahrheit sagen. 
  4. Schaffen Sie Vertrauen: Kinder lügen am ehesten, wenn sie das Gefühl ha-ben, dass Sie es nicht mehr lieb haben, wenn es etwas angestellt hat. Deshalb benutzt Ihr Kind vielleicht eine Lüge, um einer Strafe zu entkommen. Sorgen Sie dafür, dass Ihr Kind weiß, dass Sie es immer lieben werden, auch wenn Sie ein bestimmtes Verhalten missbilligen. 
  5. Loben Sie Ihr Kind für Ehrlichkeit: Kinder lieben Anerkennung. Loben Sie es daher, wenn es die Wahrheit gesagt hat. Machen Sie klar, dass Sie die Sache an sich natürlich nicht lobenswert finden, dass Sie es aber sehr wohl anerken-nen, dass es keine Lüge erzählt hat.
  6. Kultivieren Sie einen guten Umgang mit Fehlern: Je älter Kinder werden, desto besser können sie einschätzen, wie ein Fehler wieder gutgemacht werden kann. Unterhalten Sie sich also mit Ihrem Kind, was es aus dem Fehler lernen kann und wie es gegebenenfalls entstandenen Schaden wieder gutmachen könnte.
  7.  Finden Sie eine Alternative:  Vieleicht hat Ihr Kind eine Lüge erzählt, weil es einfach keinen besseren Weg wusste, um mit einer Situation umzugehen. Fra-gen Sie Ihr Kind doch, wenn Sie feststellen, dass es gelogen hat, warum es das getan hat. Überlegen Sie sich gemeinsam einen Ausweg, wie sich Ihr Kind künftig besser verhalten kann. 
  8. Vermeiden Sie lange Predigten: Je länger die Predigt, desto weniger wird Ihr Kind Ihnen zuhören. Bleiben Sie sachlich und formulieren Sie in etwa »Das kann ich gar nicht wirklich glauben. Sag mir bitte, was wirklich los ist.«
  9. Vermeiden Sie Strafen: Strafen sind immer kontraproduktiv, wenn es um die Erziehung von Kindern geht. Viel wichtiger sind Konsequenzen. Das Kind muss einen klaren Zusammenhang zwischen Tat und Konsequenz erkennen können. Denn wenn Sie eine harte Strafe aussprechen, weil Ihr Kind gelogen hat, wird es nur herausgefordert, zu einem immer besseren Lügner zu werden.
  10. Holen Sie sich Hilfe: Wenn all diese Tipps nicht helfen und Ihr Kind immer weiter lügt, scheuen Sie sich nicht, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen. Das Problem liegt dann wahrscheinlich tiefer als Sie vermuten.

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