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Baby-Blues

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Baby-Blues

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Wie ist so ein kleines Baby doch süss. Friedlich liegt es da und schläft. Dicht daneben, die strahlende und überglückliche Mutter, die ihren Säugling bewundert. Dieses Bild ist in vielen Köpfen fest verankert und unsere Gesellschaft will daran glauben. Sie verteidigt diese romantische Sichtweise vehement wo es nur geht.

Der Alltag sieht für viele Mütter jedoch anders aus. Viele Mütter fühlen sich nach der Geburt überfordert, sie sind erschöpft und die ganze Welt dreht sich nur noch um das Kind. Schuldgefühle kommen auf, denn eigentlich sollten sie jetzt strahlen vor Glück. Anstatt dessen sind sie launisch und ihre Stimmung schwankt zwischen Euphorie und Hoffnungslosigkeit.

Etwa die Hälfte der Frauen sind vom Baby-Blues betroffen. Dabei handelt es sich um ein normales Phänomen, das unter anderem mit den körperlichen Veränderungen nach der Geburt zu tun hat. Die meisten Frauen sind in dieser Zeit grossen Stimmungsschwankungen ausgeliefert und sind stets nahe an den Tränen.

Die wichtigsten körperlichen Veränderungen sind:

  • Die hormonelle Umstellung nach der Geburt.
  • Der Schlafmangel und die Müdigkeit tragen viel zu dieser Verstimmung bei.
  • Die meisten Mütter fühlen sich direkt nach der Geburt erschöpft. Die Grenzerfahrung der Geburt sitzt tief und Verletzungen der Geburt schmerzen zusätzlich. Hinzu kommt, die unruhige Atmosphäre der Spitäler, die der Wöchnerin nicht die nötige Ruhe bietet.

Psychische Ursachen:

  • Das Selbstvertrauen: Werde ich eine gute Mutter sein? Die Geburt eines Kindes kann das Selbstvertrauen einer Frau in den Keller schicken und eine regelrechte Krise auslösen, auch wenn sie sich gut auf die Geburt vorbereitet hat. Die neuen Muttergefühle, die frische Beziehung zum Baby sind äusserst fragil. Praktisch sämtliche Mütter zweifeln in dem einen oder anderen Moment an ihren Fähigkeiten. Die unausweichliche Wirklichkeit „Mutter zu sein“ und die damit einhergehende Verantwortung kann erschreckend wirken. Die vielen, gut gemeinten, meist widersprüchlichen Informationen, verunsichern zusätzlich und die Frau vergisst in diesem Strudel, sich auf ihren Instinkt und guten Menschenverstand zu verlassen.
  • Das Bedauern: Nicht alles geht so vor sich, wie es ursprünglich gedacht oder erhofft war. Vielleicht verlief die Geburt nicht wie geplant (Kaiserschnitt, PDA, Zangengeburt, Frühgeburt). Vielleicht benimmt sich der Vater nicht so, wie sie sich das wünscht. Zudem wird die Frau spätestens jetzt zur „Frau“, zur Mutter und verliert den Sonderstatus der Schwangeren.

Symptome des Baby-Blues:

  • Häufiges weinen ohne ersichtlichen Grund
  • Stimmungsschwankungen
  • Überempfindlichkeit auf Kritik
  • Konzentrationsschwierigkeiten
  • Irritiert und ängstlich im Bezug z Umgang mit dem Baby
  • Bindungsschwierigkeiten an den Säugling
  • Fühlt sich bedrückt, verletzlich und entmutigt
  • Schlafstörungen

Was können Sie dagegen tun?

Sorgen Sie für mehr Ruhe und Zeit in ihrer Umgebung. Die wichtigste Funktion des Vaters in den ersten Tagen nach der Geburt liegt darin:

  • Die Besucher zu filtern
  • Die Angehörigen über die grosse Müdigkeit der Mutter zu informieren
  • Sich um den Haushalt und die grösseren Kinder zu kümmern
  • Die Frau zu verwöhnen und ihr zu zeigen, dass sie geliebt wird
  • Wenn nötig, die junge Mutter darin zu bestärken mit einer Fachperson über ihre Gefühle zu sprechen und sich so effizient und professionell helfen zu lassen. Viele Frauen sagen nicht, dass sie sich schlecht fühlen, weshalb der Mann aufmerksam zuhören und beobachten sollte und nötigenfalls die Frau aus eigener Initiative zu einem Spezialisten bringt.

Achtung: Normalerweise vergehen diese Gefühle nach einigen Tagen. Fühlen Sie sich über längere Zeit (mehr als 2 Wochen) hinweg deprimiert und weinen oft, könnte es sich um eine Depression handeln, die ärztliche Behandlung benötigt.

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