Tja, Erziehung ist so eine Sache. Meine Kinder sind noch kleiner, aber ich finde schon, dass es unseren Jugendlichen gut tut, wenn sie zu Selbständigkeit erzogen werden und dabei Verantwortungsgefühl entwickeln. Das scheint mir etwas, was heute bei vielen fehlt. Zu lernen, Verantwortung für sein Leben zu übernehmen und die Konsequenzen des eigenen Handels zu tragen. Das scheint mir mit 17 in vielen Bereichen möglich. Schliesslich sind viele von ihnen bereits in einer Lehre, verdienen eigenes Geld - und damit müssen sie doch unter anderem auch lernen, umzugehen.
Du sagst allerdings, Dein Sohn werde deshalb zu eigenbrödlerisch. Das ist dann ja wieder negativ. Ich weiss nur nicht, was das mit der eigenverantwortlichen Erziehung zu tun hat. Er sollte so eigentlich über genügend Selbstvertrauen verfügen, um in der Gruppe "erhobenen Hauptes" bestehen zu können, sich seiner Werte bewusst zu sein, aber auch andere akzeptieren und ihre Freundschaft schätzen zu wissen. Aber jeder hat halt seinen eigenen Charakter. Das frage ich mich, dieser Wesenszug gehört vielleicht zu seinem Charakter?
Aber ganz wichtig erscheint mir, dass Deine Frau die Erziehung nicht der Schule/Ausbildung überlassen möchte. Die Familie legt eine wichtige Basis, der Einfluss von Schule und Freunden kommt dann automatisch - und manchmal auch zu stark entgegen der familieninternen Ansichten. Da ist es mir wichtig, dass meine Kinder unsere Werte mitbekommen, um dann in Eigenverantwortung die Guten und Schlechten Dinge von Aussen erkennen können. Mir ist dabei natürlich klar, dass das dann wahrscheinlich nicht so reibungslos funktionieren wird, wie es in der Theorie klingt.....