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Gedichte und Lieder für den Samichlaus

 

 

Gedichte
Samichlaus wie bin ich froh,
dass du au zu mir bisch cho,
dass du mir mit guete Sache
ganz e grossi Freud willsch mache.

Mit em Folge weiss i scho
dörftis mängisch besser gah.
Weisch ich ha halt s‘Hädli wäsche
öppe scho emal vergässe!

Hüt sind sie suber, lueg!
Samichlaus, gäll gisch mir gnueg
Guetzli, Nuss und Mandelchärn,
weisch, dänn ha di richtig gärn.

 

Ich bin en chline Stumpe,
tue gärn echli umegumpe,
e Lumpeornig mache
mit mine viele Sache.

Tue mängisch gar nöd lose,
ha Fläcke uf de Hose,
tue vielmal umestah
statt weidli hei-zue gah.

Doch dörfsch du s’Mami fröge,
ich tue keis Tierli plage.
Drum Chlaus bis so en Guetä,
verschon mich vor de Ruetä!

Bring doch nur gueti Sache,
wie tätsch du Freud mir mache!
Und gäll, das weisch sit färn,
ich han mis Mami gärn.

 

Samichlaus, ich danke dir,
Dass du verbi chunsch au bi mir.
Gwüss häsch gueti Sache da,
bisch nöd wäge der Ruete cho!

D Ruete bruuch ich würklich nöd,
ä, für was, du liebi Zyt!
Ich tuenä folge ohni sie,
frög doch grad mis Müeterli.

Sie git dir gwüss en guete Bscheid.
Also Chlaus, es tuet mir leid,
d Ruete muesch du witer träge.

Doch isch’s würkli mir dra gläge,
dass mir öppis Guets tuesch bringe.
Würd dir dänn natütlich,
au es Liedli singe.

 

Es nachted scho und s schneielet,
du liebi Zyt, ganz grüseli,
de Chlaus leit jetzt sin Mantel aa,
und bschlüsst druf no sys Hüüsli.

Er holt de Schlitte us em Schopf,
spannt s Eseli gschwind aa,
und ladet d Seck und d Ruete uuf,
won är für d Chind mues haa.

Hü Trämpeli, seid är, sisch Zyt,
de Wäg is Städtli isch no wyt.
Mier händ hüt Abig gar vill ztue,
hü, Trämpeli, lauf artig zue.

Wie sind die Säck so dick und schwär,
wer chunt ächt d Ruete über, wer?
De Chlaus weiss alles ganz genau,
drum, Chinde, bitte, folgid au.

 

Im Hochhuus da bin ich di hei,
und ha gwüss Sorge gha,
ob ächt de Chlau im Tannäwald,
mich do auf finde cha.

Jetzt aber Chlaus bisch du ja da,
und morn verzell ich allne Lüüt,
de Chlaus sig zu mir cho.

So wäg em Folge stahts nöd schlächt,
und d Eltere händ gseit,
sie händ au scho es guets Wort
für mich igleit.

Gäll Chlaus, du machsch kei langi Tänz,
ich säg gwüss: „Dank dirs Gott“,
und ich verspriche dir, dass ich gärn
au wieder folge wott!

 

Lieder
Was isch das für es liechtli,
was isch das für en Stärn?
De Chlaus mit de Latärne,
chunt grad de Wald dur y.

Sin Esel, dä hät glade, er rüeft j-a, j-a!
Hüt dörfich mit mim Meischter
emal is Städtli gah.

Im Sack da hätts vil Nusse
Tirgel und Zimmetstärn,
die träg ich, wärs en Zäntner,
für d Chinde eischter gärn.

Aber die tusigs Ruete,
die han ich uf em Strich,
die brucht min guete Meischter,
ja nöd emal für mich.

Ich folgä ihm gärn ufs Wörtli,
und laufe, was ich chan,
die liege Chind im Städtli,
müend doch au öppis ha!


  

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