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Das Kondom wird über das steife Glied gerollt. Das Reservoir am Anfang des Gummis sollte nicht mit Luft gefüllt sein, da der Samenerguss Platz benötigt und der Gummi sonst reissen könnte. Der Penis muss unmittelbar nach dem Geschlechtsverkehr langsam aus der Scheide gezogen werden, bevor er vollständig erschlafft ist, da sonst das Kondom in der Scheide liegen bleibt. Damit das nicht passiert, kann der Gummi am Penisansatz festgehalten werden. Fühlen sich die Kondome beim Geschlechtsverkehr trocken an, kann ein entsprechendes Gleitmittel Abhilfe schaffen. Verwenden Sie ausschliesslich Gleitmittel, das für Kondome hergestellt wurde. Auf Öle oder fettende Cremes sollte verzichtet werden, da sie den Gummi angreifen.
Femidom Das Femidom ist das Kondom für die Frau. Es besteht aus einer transparenten Polyurethan-Hülle mit je einem flexiblen Ring an den Enden. Der innere Ring wird zusammengedrückt und vor dem Geschlechtsverkehr in die Scheide eingeführt, der äussere Ring bleibt ausserhalb der Vagina. Der Vorteil des Femidom ist, dass es bis zu acht Stunden vor dem Geschlechtsverkehr eingesetzt werden kann und dass es anschliessend nicht sofort entfernt werden muss. Es wird weniger einengend empfunden, da es lockerer liegt und die Frau hat die Kontrolle über den korrekten und konstanten Gebrauch. Leider ist es viel teurer als ein Kondom. Es bietet den gleichen Schutz vor sexuell übertragbaren Krankheiten wie ein Kondom.
Diaphragma Das Diaphragma besteht, wie das Kondom, aus Latex. Die dünne Gummihaut ist leicht gewölbt und über einen Ring gespannt. Die Grösse des Diaphragmas variiert und wird von der Ärztin/dem Arzt angepasst. Die Gummikappe hat einen Durchmesser von 6 bis 10 cm und wird vor dem Geschlechtsverkehr in die Scheide eingeführt, wo sie vor den Muttermund zu liegen kommt, um das Aufsteigen der Spermien in die Gebärmutter zu verhindern. Das Diaphragma sollte vorgängig mit einer spermiziden Creme bestrichen werden und ist in dieser Kombination so sicher wie Kondome. Nach dem Geschlechtsverkehr muss das Diaphragma weitere 8 Stunden im Körper bleiben und es darf in dieser Zeit nicht gebadet werden - duschen ist ok. Sind die 8 Stunden vorbei, wird das Diaphragma herausgenommen, gewaschen und ist wieder bereit für das nächste Mal. Das Diaphragma muss bei Gewichtsveränderungen über 5 Kilo neu angepasst werden.
Portiokappe Die Portiokappe ist kleiner als das Diaphragma, funktioniert aber genau gleich. Die Portiokappe wird aus Hartgummi hergestellt und ist gerade so gross, dass sie über die Portio (Gebärmutterhals) passt. Da darübergestülpt, saugt sie sich fest und verschliesst die Muttermundöffnung. Die Portiokappe kann 2 Stunden vor dem Geschlechtsverkehr eingesetzt und darf erst 8 Stunden danach wieder entfernt werden. Zur Erhöhung der Sicherheit kann zusätzlich eine spermizide Creme verwendet werden.
Lea Contraceptivum® Dieses neue Verhütungsmittel verschliesst, wie das Diaphragma oder die Portiokappe, den Muttermund. Das Lea Contraceptivum® verdrängt beim Einführen die Luft durch das kleine Ventil, wodurch eine Sogwirkung entsteht, die die Kappe vor den Muttermund saugt. Durch das Ventil kann Menstruationsblut abfliessen, die Spermien können jedoch nicht durch das Ventil aufsteigen. Der Vorteil dieses Verhütungsmittels: Sie können es lange vor dem Sex einführen, da es bis zu 48 Stunden getragen werden kann. Es muss jedoch bis 8 Stunden nach dem Geschlechtsverkehr liegen bleiben. Spermizidgel erhöht auch hier die Sicherheit.
Kupferspirale – Intra Uterin Divice (IUD) Das IUD gleicht einem kleinen Kunststoff-Anker, der mit einem Kupferdraht umwickelt ist. Es ist ungefähr 2 cm lang und wird von der Gynäkologin/vom Gynäkologen unter sterilen Bedingungen in die Gebärmutter eingeführt. Dafür nutzt man idealerweise die Zeit während der Menstruation, da der Muttermund durchlässiger ist. Am Ende der Spirale ist ein dünner Faden befestigt, der rund 1 cm aus dem Muttermund in die Scheide reicht und den man zur Entfernung der Spirale benötigt. Dieser Faden kann mit den Fingern ertastet werden, um den Sitz der Spirale zu überprüfen. Der Mann spürt den Faden mit dem Penis nicht. Der Körper erkennt die Spirale als Fremdkörper und produziert entsprechende Abwehrzellen. Diese schaden dem IUD nicht, sie greifen jedoch die Spermien sowie ein allenfalls befruchtetes Ei an und verhindern dessen Einnistung in der Gebärmutter. Die Kupfer-Ionen hemmen Entzündungen und die Beweglichkeit der Spermien. Die Kupferspirale ist ein sehr sicheres und günstiges Verhütungsmittel, mit dem Sie im Idealfall während 5 Jahren nichts zu tun haben. Dann müssen Sie es auswechseln lassen.
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Viele Ärzte legen jungen Frauen, die noch nie geboren haben, nur ungern eine IUD ein, da das Risiko einer Eileiterentzündung durch das IUD leicht erhöht ist. Wobei die Liegedauer, die Partnerzahl sowie die sterilen Einlagebedingungen dieses Risiko beeinflussen. Bei weniger als 1% kommt es zum Verschluss des Eileiters, was zur Unfruchtbarkeit führt. Diese Komplikation ist abhängig von der Dauer, Häufigkeit und Heftigkeit der Infektion.
Haben Sie eine Spirale und treten Schmierblutungen in Kombination mit starken Unterleibsschmerzen auf, sollten Sie umgehend Ihre Gynäkologin/ Ihren Gynäkologen kontaktieren.
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Ebenso leicht erhöht ist das Risiko einer Eileiterschwangerschaft, die frühzeitig unterbrochen werden muss. In der 8. Schwangerschaftswoche einer Eileiterschwangerschaft geht der betreffende Eileiter kaputt, weshalb Frauen mit einer Spirale nach dem Ausbleiben der Menstruation bald einen Urintest machen sollten.
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In 1-2% der Fälle wird die Spirale ausgestossen, was vom Modell, der Einlagedauer, der Anzahl vaginaler Geburten und der korrekten Einlage abhängt.
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Das Risiko die Gebärmutter beim Einlegen zu verletzen, ist gering.
Die Spirale kann im Falle einer Verhütungspanne (Kondom geplatzt) eingelegt werden, um die Einnistung eines allfällig befruchteten Eis zu verhindern. Dies muss innerhalb von 5 Tagen nach der allfälligen Befruchtung passieren, da das befruchtete Ei sieben Tage braucht, um in der Gebärmutter anzukommen. Die Spirale kann anschliessend ganz normal während 5 Jahren getragen werden. |