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Alkohol

 

AlkoholAlkohol wird seit Menschengedenken als Nahrungs-, Heil-, Genuss- und Rauschmittel genutzt. Alkohol ist eine Alltagsdroge, 80% der 15-74-Jährigen trinken gelegentlich Alkohol.

Hauptwirkstoff des Alkohols ist das Ethanol, welcher aus dem Gärungsprozess von kohlehydratartigen Zutaten wie Früchte, Getreide oder Kartoffeln entsteht. Durch diesen Gärungsprozess können maximal 18 Volumenprozente Alkohol entstehen (Wein, Bier). Hat ein Getränk mehr Volumenprozente wurde eine Destillation vorgenommen, bei der die alkoholische Lösung konzentriert wurde (Spirituosen).

Über den Magen gelangt Alkohol in den Blutkreislauf. Ein Gefühl von Wärme, Entspannung, Wohlbefinden und Rededrang stellt sich relativ rasch ein. Je nach Promillewerte zeigen sich dann weitere Wirkungseffekte wie veränderte Reaktions- und Urteilsfähigkeit, beeinträchtigte Sicht, Enthemmung, Gleichgewichtsstörungen, Verwirrtheit bis hin zu Koma oder gar Tod. Nicht jeder reagiert gleich auf Alkohol, da Geschlecht, Alter und genetische Unterschiede beim Stoffwechselprozess eine Rolle spielen. Jugendliche reagieren besonders empfindlich, daher treten auch bei deutlich kleineren Promillewerten spürbare Einschränkungen auf.

Es können drei Formen von Konsummuster unterschieden werden:

Massvolles und der Situation angepasstes Trinken, wird als risikoarm bezeichnet.

Von problematischem Alkoholkonsum spricht man bei:

  • chronisch hohem Alkoholkonsum (Männer: 4 Stangen Bier/Tag, Frauen: 2 Stangen Bier/Tag).
  • Rauschtrinken oder episodisch zu hoher Konsum (mind. 2x/Monat Männer: 5-8 Stangen, Frauen: 4-6 Stangen).
  • Der Situation nicht angepasster Konsum (Schwangerschaft, Arbeitsplatz).

Regelmässiger übermässiger Alkoholkonsum führt nicht nur zu körperlichen Schäden sondern birgt auch psychische und soziale Risiken.

Ein alkoholabhängiges Konsummuster liegt erst dann vor, wenn mindestens drei der folgenden von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) definierten Kriterien diagnostiziert werden können:

  • Starker Wunsch nach Alkohol
  • Kontrolle des Konsums schwierig
  • Anhaltender Konsum trotz schädlicher Folgen
  • Substanzgebrauch geht auf Kosten anderer Tätigkeiten und Verpflichtungen
  • Toleranzerhöhung = immer mehr Alkohol muss konsumiert werden um eine Wirkung zu erzielen
  • Körperliche Entzugssymptome bei Nichtkonsum

Dabei wird klar, dass Alkoholabhängigkeit weniger durch die Menge des Konsums, sondern vielmehr durch festgelegte Kriterien definiert wird. Schwierigkeit bei der Diagnose ist zudem dass der Übergang vom problematischen zum abhängigen Konsummuster häufig fliessend ist.

In der Schweiz kennt fast jeder 2. Erwachsene jemanden mit Alkoholproblemen. Rund 300 000 Menschen sind hierzulande alkoholabhängig. Mit ihnen leiden jeweils Partner, Kinder, Eltern und Freunde mit. Die Alkoholabhängigkeit einer Person betrifft jeweils ein ganzes Umfeld. Je früher ein problematisches oder abhängiges Trinkverhalten erkannt wird, desto einfacher lässt es sich verändern. Kompetente Fachpersonen beraten sie gerne und stehen Ihnen bei!


  

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