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Tragehilfen

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Erst seit der Erfindung des Kinderwagens hat sich das Verhältnis zwischen Eltern und Kinder distanziert. Vor rund 200 Jahren wurden Säuglinge und Kleinkinder auch in Europa am Körper getragen, wenn auch nur von einer ärmeren Schicht. Denn die Reichen haben sich Ammen zum Stillen und Kindermädchen für die Erziehung an den Hof geholt.

Bei uns erhalten Tragehilfen neuen Aufschwung, denn viele Eltern merken, was Studien bereits bewiesen haben: Kinder, die getragen werden, weinen auffallend weniger als solche, die nicht getragen werden.

Es sind verschiedenste Systeme erhältlich, vom klassischen Tragetuch über elastische Slings bis hin zum Tragesack. Alle Eltern sollten dabei auf ihre Vorlieben achten. Nicht alle sind sowohl als Bauch- wie auch als Rückentragen einsetzbar. Je nach Gebrauch ist so das eine oder andere System praktischer. Hebammen, Geburtsspitäler sowie die Geburtshäuser bieten Tragetuch-Kurse an, um sich mit den Bindetechniken vertraut zu machen.

Obwohl gewisse Bewegungen durch das Tragen eingeschränkter sind (absitzen, beugen), können einfache Hausarbeiten problemlos verrichtet werden. Die Mobilität ausser Haus ist deutlich grösser und einfacher als mit einem Kinderwagen (Treppen, Bus, Tram). Das Tragen kommt somit dem natürlichen Bedürfnis von Säuglingen nach Körpernähe als auch dem der Eltern nach Flexibilität und Mobilität entgegen.  

Aus gesundheitlicher Sicht spricht nichts gegen das Tragen in einer Tragehilfe, ausser die Eltern haben bekannte Rückenprobleme, dann sollten Sie sich mit Ihrer Ärztin/ihrem Arzt absprechen.

Studien belegen, dass das Tragen im Tuch für die Wirbelsäule des Kindes nicht schädlich ist. Im Gegenteil: Die gespreizte Beinhaltung beugt Hüftdysplasien vor oder beeinflusst sie positiv.

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